Niedrigdosis-CT der Lunge

Raucher haben ein stark erhöhtes Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Ungefähr 85% der Erkrankten sind starke Raucher. Mit einer Niedrigdosis-Computertomographie ist eine Früherkennung dieser Erkrankung möglich. Große Studien (N Engl J Med 2011; 365:395-409) haben gezeigt, dass die Erkrankung im Rahmen einer solchen Früherkennung nicht nur früher entdeckt und schonender behandelt werden kann, sondern dass die Sterblichkeit an Lungenkrebs signifikant gesenkt wird.

In Deutschland fehlt bisher ein Screeningprogramm ähnlich der Mammographie im gesetzlichen Versicherungssystem. Dennoch ist der Einsatz der Niedrigdosis-CT bei Rauchern zur Früherkennung gerechtfertigt und sinnvoll. Kontrastmittel ist für diese Untersuchung nicht notwendig, auch ansonsten ist keine Vorbereitung erforderlich.
Fachgesellschaften empfehlen daher ein „Screening", das heißt jährliche Kontrollen, für Raucher zwischen 55 und 80 Jahren mit 30 „pack years" (Schachteln Zigaretten pro Tag x Jahre des Konsums). Neben qualifizierten und erfahrenen Radiologen und modernen Computertomographen mit entsprechend optimierten Untersuchungsprotokollen fordern die Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und die Deutsche Röntgengesellschaft, dass die Entscheidung zu weiterführenden Maßnahmen interdisiplinär in einer Abstimmung zwischen Radiologen, Pneumologen, Thoraxchirurgen und ggf. Pathologen getroffen wird, idealerweise in einem zertifizierten Lungenkrebszentrum. Dies ist durch die enge Zusammenarbeit mit den entsprechenden Abteilungen an unseren Krankenhaus-Standorten am Martha Maria in Solln und am Rotkreuzkrankenhaus in Nymphenburg gewährleistet.

Bei Krankheitszeichen wie wiederkehrenden Infekten, Husten, Auswurf oder Gewichtsverlust, kann eine Kontrastmittelgabe sinnvoll sein; in diesen Fällen informieren Sie uns bitte vorab, dann besprechen wir die die für Sie geeignete Untersuchungsmethode mit Ihnen bzw. auch mit dem zuweisenden ärztlichen Kollegen. Für weiterführende Fragen wenden Sie sich bitte