Neues CT im Rotkreuzklinikum
26.01.2026
Hochpräzise kardiale Diagnostik bei deutlich reduzierter Strahlenbelastung
Am Standort Rotkreuzklinikum München hat die Radiologie München ein neues Hochleistungs-CT in Betrieb genommen. Zum Einsatz kommt ein Siemens Somatom Force, ein Dual-Source-CT der neuesten Generation von Siemens Healthineers, das speziell für anspruchsvolle Fragestellungen in der Herz- und Gefäßdiagnostik entwickelt wurde.
Die Kombination aus extrem schneller Bildakquisition, hoher räumlicher Auflösung und deutlich reduzierter Strahlenexposition macht dieses System zu einem zentralen Baustein moderner kardiologischer Bildgebung.
Kardiale CT auf neuem Niveau
Die CT des Herzens hat sich in den letzten Jahren zu einem unverzichtbaren Instrument in der Abklärung koronarer Herzerkrankungen entwickelt. Moderne Dual-Source-Systeme ermöglichen eine zuverlässige Darstellung der Herzkranzgefäße auch bei höheren oder unregelmäßigen Herzfrequenzen, häufig ohne medikamentöse Frequenzsenkung.
Mit dem neuen CT lassen sich Verkalkungen, Engstellen und funktionell relevante Stenosen der Koronararterien hochpräzise beurteilen. Die zeitliche Auflösung ist so hoch, dass selbst schnelle Herzbewegungen artefaktarm erfasst werden können. Damit steigt die diagnostische Sicherheit, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit komplexen kardiovaskulären Fragestellungen.
„Die neue Technologie liefert deutlich mehr Details bei gleichzeitig höherer diagnostischer Sicherheit. Gerade in der kardialen Bildgebung ist das ein entscheidender Fortschritt“, erklärt Prof. Dr. Christopher Herzog, Leiter der Radiologie München am Rotkreuzklinikum.
Internationale Leitlinien, unter anderem der European Society of Cardiology, empfehlen die kardiale CT heute als primäres Verfahren zur Abklärung der koronaren Herzkrankheit bei vielen Patientengruppen. Hochleistungs-Dual-Source-Systeme gelten dabei als Referenzstandard.
Strahlenschutz als zentraler Vorteil
Ein besonderer Fokus des neuen CT-Systems liegt auf dem Strahlenschutz. Trotz der hohen Bildqualität kann die Strahlendosis im Vergleich zu konventionellen CT-Technologien um bis zu 70 bis 75 Prozent reduziert werden. Möglich wird dies durch eine Kombination aus intelligenter Röhrensteuerung, optimierten Rekonstruktionsalgorithmen und der extrem kurzen Scanzeit.
Gerade bei kardialen CT-Untersuchungen ist dieser Aspekt von zentraler Bedeutung. Viele Patientinnen und Patienten benötigen im Verlauf ihres Lebens wiederholte Bildgebung, etwa zur Verlaufskontrolle oder Therapieplanung. Eine möglichst geringe kumulative Strahlenbelastung ist daher ein entscheidender Qualitätsfaktor.
Auch komplexe Untersuchungen wie CT-Koronarangiographien mit Kontrastmittel lassen sich mit dem neuen System deutlich schonender durchführen, ohne Abstriche bei der diagnostischen Aussagekraft.
Schnell, präzise und patientenschonend
Die deutlich verkürzte Untersuchungsdauer erhöht nicht nur den Komfort für die Patientinnen und Patienten, sondern verbessert auch die Bildqualität, da Atemartefakte minimiert werden. Gleichzeitig ermöglicht das neue CT eine hohe Untersuchungsfrequenz und damit eine zügige Abklärung kardialer Fragestellungen, auch im akuten Setting.
Neben der Herzdiagnostik wird das System selbstverständlich auch für andere Fragestellungen eingesetzt, etwa in der Tumor- oder Gefäßdiagnostik. Der klare Schwerpunkt am Standort Rotkreuzklinikum liegt jedoch auf der modernen, strahlensparenden kardiovaskulären Bildgebung.
Eine bewusste Investition in Qualität und Verantwortung
„Die Investition von rund 2,2 Millionen Euro in dieses CT-System war für uns eine bewusste Entscheidung“, sagt Christopher Herzog, Leiter der Radiologie München am Rotkreuzklinikum. „Gerade in der kardialen Diagnostik ist es entscheidend, höchste diagnostische Sicherheit mit einem maximalen Maß an Strahlenschutz zu verbinden. Dass wir mit dieser Technologie selbst hochkomplexe Herzuntersuchungen bei deutlich reduzierter Strahlenbelastung durchführen können, war für uns ein zentrales Argument.“
Besonders stolz ist die Radiologie München darauf, diese Hochleistungsdiagnostik im ambulanten Setting anbieten zu können. „CT-Systeme dieser Leistungsstufe finden sich in der Regel in großen universitären Zentren. Dass wir diese Qualität der kardialen Bildgebung unseren Patientinnen und Patienten im ambulanten Bereich zugänglich machen können, ist keineswegs selbstverständlich und unterstreicht unseren Anspruch an moderne, verantwortungsvolle Medizin.“




