MRT der Prostata

Maximale Erfahrung - Prof. Graser und sein Team untersuchen jährlich etwa 1.500 Patienten mit der mpMRT (multiparametrischen MRT) der Prostata. Prof. Graser und Prof. Vogt verfügen über die höchste Qualifizierungsstufe, das Q2-Zertifikat mpMR-Prostatographie der deutschen Röntgengesellschaft. Profitieren auch Sie von unserer Kernkompetenz.

Die Magnetresonanztomographie ist in idealer Weise dazu geeignet, hochauflösende Bilddaten des kleinen Beckens zu erzeugen. Mit Hilfe unserer modernsten MRT-Scanner mit Feldstärken von 1,5 und 3,0 Tesla (Siemens Magnetom Aera, Lumina, Vida und Skyra) können wir Ihnen Untersuchungen der Prostata ohne Einsatz einer in den Enddarm eingeführten Messspule („Endorektalspule") anbieten - und das unter Verwendung aktueller Techniken, wie sie von den Fachgesellschaften für Urologie und Uroradiologie im Rahmen der sogenannten „multiparametrischen MRT" (mpMRT) gefordert werden. Bei dieser Untersuchung beruht die Entdeckung von Prostatakrebs auf der Verwendung von hochauflösenden morphologischen Messsequenzen mit Schichtdicken von bis zu 1 mm sowie von Diffusions- und Perfusionsmessungen. Die letzteren beiden Techniken dienen dabei zur Darstellung der Zelldichte und der Gefäßversorgung - beides Parameter, die bei einem bösartigen Tumor krankhaft verändert sind.

Die MRT der Prostata ist eine aufwendige Untersuchung, die mit einer Messzeit von 30 Minuten und mehr hohe Ansprüche an Personal und Technik stellt. Nur in den Händen von erfahrenen Experten können reproduzierbare und zuverlässige Ergebnisse erzielt werden. Mit Prof. Dr. Anno Graser und Prof. Dr. Florian Vogt haben wir deutschlandweit anerkannte Spezialisten für Uroradiologie in unseren Reihen. Prof. Graser betreibt dieses Untersuchungsverfahren schon seit seiner Promotionsarbeit zum Thema Prostata-MRT, also seit mehr als 15 Jahren, und arbeitet eng mit zahlreichen urologischen Experten zusammen. Jede Untersuchung in unseren Praxen wird von einem der beiden Top-Experten ausgewertet, da für die Interpretation der Bilddaten die klinische Erfahrung von höchster Bedeutung ist.

In welcher Situation ist die Durchführung einer Prostata-MRT sinnvoll?

Falls bei Ihnen ein erhöhter PSA-Wert gemessen wurde oder Ihr Urologe bei der Tastuntersuchung der Prostata einen auffälligen Befund erhoben hat, kann es sinnvoll sein, vor der Durchführung einer Stanzbiopsie zunächst eine MRT-Untersuchung der Prostata zur Entdeckung von tumorverdächtigen Arealen durchzuführen. Die Bilddaten der MRT können bei tumorverdächtigem Befund aufgrund ihrer sehr hohen Ortsauflösung zur Steuerung der Biopsie mittels transrektalem Ultraschall (TRUS) im Rahmen einer sogenannten Fusionsbiopsie herangezogen werden. Die von uns eingesetzte Technik ist durch die Akquistion von ultrahochauflösenden Datensätzen mit 1 mm Schichtdicke in 3D-Technik ideal für die Fusion mit dem Ultraschallbild geeignet.

Die MRT der Prostata kann auch zur Früherkennung von Prostatakrebs sinnvoll sein, da sie eine Abbildung der gesamten Drüse ermöglicht und damit gegenüber einer primären Biopsie den Vorteil der vollständigen Abdeckung des Organs aufweist; allerdings ist die MRT keine gewebespezifische Untersuchung, so dass im Falle eines Karzinomverdachtes immer eine Biopsie angeschlossen werden muss.
Die Kosten der Untersuchung werden von den privaten Krankenversicherungen übernommen. Im gesetzlichen Versicherungssystem ist die MRT der Prostata jedoch nicht verankert, so dass Sie als Patient diese Leistung selbst bezahlen müssen.

Was leistet die MRT der Prostata und wo liegen die Grenzen der Methode?

Für die diagnostische Genauigkeit der Prostata sind zwei Faktoren von entscheidender Bedeutung: Die Verwendung einer hervorragenden Gerätetechnik und die Auswertung durch einen sehr erfahrenen Radiologen unter Beachtung der sogenannten PI-RADS-Kriterien („Prostate Imaging Reporting and Data System") in ihrer aktuellen Version V2. Beides bieten wir Ihnen als Radiologie München an unseren Standorten Burgstraße, Alter Hof (Dienerstraße), Max-Lebsche-Platz (Großhadern) sowie in der Säbener Straße beim FC Bayern.
Die Untersuchung hat ihre große Stärke in der Bestätigung oder dem Ausschluss von klinisch relevanten Tumorerkrankungen der Prostata. Besonders gut können gefährliche, weil schlecht differenzierte, Prostatakarzinome gefunden werden; zudem solche, die mehr als 1 cm groß sind oder die Prostata bereits überschreiten. Die Methode ist hingegen nicht dazu in der Lage, kleine Tumorzellnester oder sehr gut differenzierte und damit sehr langsam wachsende Tumoren sicher zu finden - wobei diese klinisch von geringer oder gar fehlender Relevanz sind.

Für Sie als Patient bedeutet das: In den Händen eines Experten und bei realistischer und exakter Auswertung ist die Untersuchung ein sehr aussagekräftiges Mittel, um gefährlichen Prostatakrebs sicher zu entdecken. Zudem können nach dem heutigen Stand der Wissenschaft Entzündungen gut von Prostatakrebs unterschieden werden.

Sie haben Fragen oder wünschen eine Beratung? Sprechen Sie Prof. Dr. Graser direkt an, am besten per E-Mail (a.graser@radiologie-muenchen.de). Ihre Fragen werden sehr gerne beantwortet!