MRT-Enterographie (MRT Sellink)

Die Darstellung des gesamten Magen-Darm-Traktes gelingt radiologisch in der Magnetresonanztomographie nur, wenn die Organe vorher durch abführende Massnahmen gereinigt wurden. Sollte diese Untersuchung von Ihrem behandelnden Arzt angefordert werden, kontaktieren Sie uns bitte voher telefonisch, damit wir  Ihnen die Durchführung der Darmreinigung erklären können.  Alternativ finden Sie alle Informationen auch auf unserem Merkblatt zur MRT-Enterographie. Ein Rezept für das spezifische Abführmittel erhalten Sie entweder von Ihrem Hausarzt oder direkt bei uns an der Anmeldung (bitte Versichertenkarte mitbringen). Sie sollten eine Stunde vor dem eigentlichen Untersuchungstermin in unserer Praxis sein, damit Sie ein Kontrastmittel trinken können. Dieses dient der Entfaltung des nun leeren Dünn- und Dickdarms und muss über einen Zeitraum von 45-60 Minuten langsam getrunken werden. Bei entsprechender Fragestellung wird vereinzelt  nach Lagerung im MRT-Gerät auch der Dickdarm über den Enddarm mit Kontrastmittel gefüllt.

Die eigentliche MRT-Untersuchung wird mit zusätzlicher Kontrastmittelgabe in die Vene durchgeführt und dauert knapp 30 Minuten. Hierbei wird der gesamte Oberbauch und das Becken dargestellt.

Die Indikation für die Durchführung einer solchen aufwändigen und sehr aussagekräftigen Untersuchung wird in Absprache mit dem behandelnden Abdominalchirurgen oder Gastroenterologen gestellt.

  • Die MRT-Sellink-Untersuchung ist beispielsweise angezeigt, wenn bei Ihnen der Verdacht auf eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung besteht.
  • Zudem kann sie angefordert werden, um Tumore des Dünndarms und auch Dickdarms auszuschließen; diese können mit anderen diagnostischen Verfahren oft nur sehr schwer entdeckt werden.
  • Die Untersuchung kann auch sinnvoll sein, wenn eine Gluten-Enteropathie oder eine neurogene Erkrankung des Magen-Darm-Trakts vermutet wird.
  • Außerdem kann mit Hilfe der MRT-Enterographie bei Verwendung sogenannter funktioneller Cine-Sequenzen in idealer Weise die Motilität und Verschieblichkeit der Darmschlingen gegenüber der Bauchwand, den Beckenorganen und untereinander beurteilt werden. Damit können auch (postoperative) Verwachsungen sehr gut beurteilt werden. 

Wenn Sie weitere Informationen zu dieser Untersuchung wünschen, wenden Sie an unsere Spezialisten (Priv.-Doz. Dr. Graser, Prof. Johnson, Prof. Herzog). Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.